„In einem verschwommenen Traum sehe ich mich am Ufer des weiten Sees „Erinnerungen“ stehen. Am Steg liegt bereits das geräumige Boot „Gedanken“ und ich steige ein.- Sie sind herzlich eingeladen, mitzufahren, denn Sie können hier viele Freunde treffen...... „Leben – Damals – Heute – Zukunft – Immer“ und andere vertraute Gesichter.---
Sind Sie bereit?- Die Fahrt geht nun los, mit Ihnen, mit mir und wenn Sie mögen, machen wir Halt an interessanten oder versteckten Orten, ich lade Sie ein zum Verweilen und Ankommen...“ ---- Karin Fluche
---- Fliederduft schwappt vom Ufer herüber....
K.F. 2008
...
Manche Situationen
Wären einfach nur zum Lachen,
wenn man in diesem Augenblick
nicht ein ganz ernstes Gesicht
machen müsste..
Karin Fluche
...
Nicht unnötig belasten...
Auf dem geraden Weg
zu einem neuen Ziel
nicht das schwere Gepäck
der Vergangenheit mitschleppen.
Eine kleine Tasche
voller Hoffnung reicht aus.
Karin Fluche 5/2010
...
Man muss es versuchen,
zu backen ‚nen Kuchen
nach altem Rezept:
und hoffen, er schmeckt!
Man sollte probieren,
ein Gedicht zu zitieren
vor’m lieben Gesicht,
was so leicht nicht ist.
Man malt mit der Hand
Ein Herz in den Sand,
und hofft, es zu kennen...
seinen Namen zu nennen....
Man muss es versuchen....
Karin Fluche 3/2010
...
Gedicht verlegt...
Ich hatte leider ein Gedicht verlegt,
an dem ich viel hin- und her überlegt,
hatte es einfach nachts aufgeschrieben,
weil ich mal wieder schlaflos geblieben....
Als ich so dachte -, na, wirklich schade,-
da fand ich’s wieder - in der Schublade-
in einem Buch zwischen den Blättern...,
mit vergilbten Zetteln,...anderen Lettern...
Ich küsste das Blatt mit dem Gedicht
Und las es ganz laut vor meinem Gesicht.--
Ist es ein Hinweis, ein Buch zu verlegen?
Nur so für mich,.... der Gedichte wegen???
Karin Fluche 2/2010
...
Schnee auf den Zweigen
Die Zeit geht zu Ende
Vom alten Jahr.
Du nimmst meine Hände-
Schon Schnee auf den Zweigen,
auf meinem Haar.
Wir warteten Stunden
Auf’s neue Jahr –
Bis wir Dich gefunden.
Noch Schnee auf den Zweigen
Vom letzten Jahr.
Unsere Wünsche begleiten
Das neue Jahr.
Hoffnungsreiche Zeiten...
Mit Schnee auf den Zweigen...
Auf meinem Haar.
Karin Fluche 1/2010
...
Heute wie damals....
Ein wunderschöner Weihnachtsbaum
Von Menschenscharen dicht umringt.
Sie glauben sich in einem Traum....,
als „Stille Nacht“..vom Turm erklingt.
Mehr als tausend Weihnachtslichter...
Budenzauber, Märchenstunde....
Kerzenglanz auf den Gesichtern...,
der Weihnachtsmann ruft in die Runde....
Gedanken an die Kinderzeit...
Mein allerschönster Weihnachtsbaum...
Der „alte Markt“ im weißen Kleid –
Ein unvergessener Wintertraum.
Karin Fluche 12/09
...
Von wem?
Ein Tannenzweig vor meinem Haus
Verloren schien aus einem Strauß.
So frisch, so dicht im dunklen Grün
Als hier die Sonne schüchtern schien.
Silberfädchen hängt von oben,
hat mit Nadeln sich verwoben.
Ein Tannenzweig – für mich allein..,
das könnte ein Adventsgruß sein...
Von wem nur? – habe ich gedacht....
Hat nichts genützt und nichts erbracht
Dieser Zweig in meinen Händen...,-
ist ein Gruß von einem Fremden...
Karin Fluche 11/2009
...
Ich will nichts mehr begründen,
beweisen oder erfinden –
Will für mich allein entscheiden,---
Und so soll’s auch stehen bleiben....,
weil zu oft schon gehört im Leben:
„Warum???--- Begründe mal eben...“---
Karin Fluche 10/2009
...
Total verändert..
Ich kannte vor Jahren,
eine Frau namens „Gleiche“.
Sie trug Rot in Haaren
und tat damals das gleiche,
wie meistens auch ich-
Für andere schreiben –
Und selten für sich.---
Ich mochte sie leiden.
Sie sprach dann von Heirat.
Er verdiene nicht schlecht.-
Ein studierter Kanzleirat,
der kam ihr sehr recht.
Haare jetzt blond, fast bleich,
sie nun arrogant und reich...
Sie hieß ab sofort„von Meyer-Licht“
...Und ich mochte sie nicht.
Sie war nicht mehr die gleiche...
Karin Fluche 2009
(Begebenheit und Namen sind ausgedacht!)
...
Nie wieder...
Du hast die Blumen, die ich Dir geschenkt,
nach einer Stunde weiterverschenkt –
meine Blumen....
Du bedachtest es nicht, doch ich war da –
Und konnte nicht glauben, was ich sah –
Meine Blumen...
Das kann doch nicht sein, daß es das gibt –
Ein Mensch - der keine Blumen liebt...
Keine Blumen...
Blumen bekommst Du nie wieder geschenkt -...
Das hat mich doch letztens zu sehr gekränkt...
Meine Blumen...
Karin Fluche 2009
...
Wie mag das Paradies ausseh’n?
Himmlisch blau und wunderschön? -
Mond badet sich im Silbersee –
Elfentanz auf Blütenschnee –
Endlos weite grüne Auen –
Menschen, die sich blind vertrauen
Und friedvoll miteinander sind -
Blumenkranz für Frau und Kind
Täubchen, die die Botschaft künden:
„Hier ist das große Glück zu finden!“
Märchenhaft – ganz wunderbar –
Traum-Paradies „Fantasia“
Karin Fluche 2009
... ...
In den Kissen der Nacht
ein Traum sich noch wiegt.
Der Morgen erwacht,
Traum wolkenwärts fliegt.
Der Tag läuft davon.
Was hat er gebracht?---
Ein Traum wartet schon
In den Kissen der Nacht.
Karin Fluche
...

Stiefmütterchen-Betrachtung
Stiefmütterchen, Stiefmütterlein,
so bescheiden und klein.
Bist ganz schnell zu übersehen,
wenn daneben Rosen blühen.
Die Hochzeit hast Du früh im Jahr,
als Frühlingsblüher wunderbar,---
Doch kaum ist später Pflege drin...
Stiefmütterlich – im wahrsten Sinn.
Stiefmütterchen hat kein Gefühl?
Oh, es hat Gesichter viel,
um sein Fühlen auszudrücken.
Dies ist zornig, will mich zwicken..
Hier ein Lächeln, schau nur hin,
verschmitzt sitzt es am Blütenkinn.-
Ganz wunderschön und elegant
trägst Du ein Häubchen auf dem Rand.
Du schaust traurig und verloren,?
Wurdest Du zu früh geboren?
Schlecht gelaunt, die Welt egal -
Zeigst ihr den Rücken allemal.
Stiefmütterchen- und Menschgesicht, -
Nun - so unterschiedlich sind sie nicht...
Karin Fluche 5/09
...
Karin Fluche 2007
...
Rückblick
Aus diesem schönen Sommerbild
Noch Wärme aus den Rändern quillt.
Dem nachzuspüren jener Zeit
Die Fantasie mir Flügel leiht.
Mein neues schickes, buntes Kleid,
das Freude strahlt und Heiterkeit –
noch Sonnenfarbe auf der Haut, -
Rosen blühen, Schleierkraut.
So zärtlich lächelst Du mir zu,
Glitzerketten, leichte Schuh.-
Seh mich schon zum Tanz geleitet –- -
Sommertraum den Tag begleitet.
K.F. 2/09
...
Zweifel
Hochgezogene Augenbrauen,-
Manches kann ich nicht verstehen..
Soll ich in einen Spiegel schauen,
Um bis auf den Grund zu sehen?...
Hochgezogene Augenbrauen –
Ist das gut – zu deutlich sehen?
Nachzufragen, sich zu trauen...---
Nun, alles muß man nicht verstehen...
Karin Fluche 1/09
...
Der unbekannte Künstler
Er hat nicht studiert,
hat nicht promoviert,
er hat keinen Namen,
bleibt immer im Rahmen,
doch er tut’s mit Gefühl
mit Herz und mit Stil.
Doch niemand er kennt,
der selbst jemand kennt,
und ihn an ans Licht bringt,
der andern sein Lob singt.
So bleibt er stets in der Menge,
unerkannt im Gedränge.
Karin Fluche 12/08
---

...
Veränderung
Ein neues Jahr bahnt sich den Weg
Schon über einen Himmelssteg.
Noch ist’s hier nicht angekommen,
doch hab die Zeichen ich vernommen.
Veränderung der Zeit in Sicht,
ein neues Jahr, ein neues Licht.
K.F.
...
Steine
Wie ein Rucksack voller Steine
Trägt manche Seele eine Last.
Nöte, Ängste, große, kleine,
randvoll, bis er nichts mehr faßt.
Zeit, die Schwere zu vergessen
Und die Steine zu verstreuen.
Sich mit andern Maßen messen,
wieder sich am Leben freuen.
K.F. 5/2008
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Ist mein Herz schwer,
die Seele wie Blei;
Angst, wie heißer Teer
fließt, ein zäher Brei.
Dann sage ich mir :
Alles wird gut!
Alles... jetzt und hier.
Das macht mir Mut.
K.F. 4/08
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Positionen
Wer hinter dem Schreibtisch sitzt,
und kalt durch Brillengläser blitzt,
wachsam das Gegenüber fixiert,
dessen Angst gar vergnüglich spürt,
lässig, ironisch, hämisch der Ton, -
der hat inne die Machtposition....
Dann das weite Niemandsland,
viermal eine Schreibtischkant’.
Die glänzende Platte ist loyal,
kennt Triumph nicht oder Qual,
ist einfach nur im Raum vorhanden,
weil schon immer hier gestanden.
Wer vor dem Schreibtisch sitzt,
Taschentuch drehend, verschwitzt,
schaut verspannt auf seine Beine,
weil schon geschwollen ist das eine,
hört nur noch Rauschen, keine Worte...-,
die Position der ungünstigen Sorte...
K.F. 3/2008
...
Sitzverhalten
Jahrzehntelang ganz brav und cool
Saß ich stets auf steifem Stuhl.
Hab die „Sofa-Tanten“ angelächelt
und mir Frischluft zugefächelt.
Ältere Damen sind gekommen,
haben hier gern Platz genommen.
Ich betrachtete es so für mich
als ein „Sitzverhalten“ sicherlich.
-
Heut’ bei Kaffee und Kleingebäck
ereilte mich ein großer Schreck,
daß ich nun selbst in diesem Rahmen
saß zwischen diesen älteren Damen
auf weichem Sofa, recht bequem -
doch empfand ich es als angenehm.---
Wollt' es eigentlich für mich behalten,
dies mir fremde „Sitzverhalten.“
K.F. 11/07
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Kleiner Dahlienstrauß - K.F. 2007
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An meine Oma (geb. 1887)
Seitdem ich selber Oma bin,
kommt die eigene mir in den Sinn,
wie sie so lebte und zu mir war.
Sehe sie noch mit weißem Haar.
-
Eine gütige Frau mit so viel Elan,
was hat sie damals nicht alles getan.
Sie kochte, nähte und sorgte sich
um ihre Familie, besonders um mich.
-
Oma war engagiert, jedoch nie lyrisch,
sah ihre Zeit damals schon kritisch.
Keine Kette, die sie je hat geschmückt.
Eine Tasse Kaffee, das war ihr Glück.
-
Zärtlich ich nun meine Enkel betrachte,
wie sie es damals bei mir schon machte.
Bin nun auch Oma und doch nicht wie sie.
Eine andere Zeit – ich vergesse sie nie.
K.F. 11/07
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Ein Fenster zur Straße
strahlt tröstliches Licht
in das Dunkel der Gasse
auf ein blasses Gesicht.
-
Schau in dieses Fenster,
fühle Wärme, Geborgenheit,
vergiß Gedankengespenster,
spüre wartende Zweisamkeit.
K.F. 9/2007
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Schlaflos...
Regentropfen fallen in einen Bach,
sie werden niemals wieder gesehen.
Ein Mensch liegt ruhelos wach..
Grübelnd, er kann nicht verstehen...
Ein Buch öffnet manche der Seiten,
aus der Mitte heraus, von ganz allein. -
Gedanken, die uns ständig begleiten.
Wieso und warum, wie kann das sein?
Regentropfen fallen in einen Bach...
K.F. 9/07
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Hibiskus, gefüllt und einfach K.F. 2007
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Nur nicht weitersagen...
Einer äußert viele Klagen...
Ach und Weh und Ah und Oh,
aber nur nicht weitersagen..
denn da wär’ er wenig froh.
Doch zu Dir, da kann ich’s wagen...
Kennst Du den.....,
so hört man sagen...
und sein Leben ist zerstört....
Aber nur nicht weitersagen,
weil sich das nun nicht gehört
doch zu Dir, da kann ich’s wagen....
K.F. 8/07
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Der „Vermeider“-Typ
Er vermeidet das Rauchen,
denn Zigaretten sind Drogen.
Er meidet gern Menschen,
die schlecht sind erzogen.
Er meidet den Umgang
mit eventuell Kranken
und auch häufig mit denen,
die sich überall zanken.
-
Er vermeidet laut lachen,
da fällt man nur auf
und viel und weit wandern,
meistens geht es bergauf.
Er vermeidet Scherben,
da kann man sich schneiden
und Stellung zu nehmen,
das kann er nicht leiden.
-
Er vermeidet so vieles...
Na, das soll es ja geben...,
Doch kann er dadurch
auch glücklicher leben?
K.F. 8/2007
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Licht im Dunkel... - K.F.
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So leicht ist das nicht....
Licht in ein Dunkel zu tragen,
manchmal schafft man es nicht.
Die Wahrheit zu hören
und mutig zusagen,
auch wenn sie unangenehm ist....
Licht in ein Dunkel zu tragen...,
was so leicht wirklich nicht ist.
K.F. 7.07
---
Ein alter Schuhkarton
Eines Lebens Augenblicke
in diesem alten Schuhkarton.
Gesammelt für Erinnerungszwecke,-
warten lange darauf schon,
dass ich sie wieder neu entdecke.
-
Gesichter, fast schon unbekannt,
doch Erinnerungen steigen auf,
die so lang verschüttet waren,
aus alten Bildern gelbem Rand,
Beleben sich, kommen zuhauf..
-
Ein alter Schuhkarton, den ich bewahre...
Familienbilder... , mein Ermessen,
ist er nur für mich von Wert... ---
schon über lange, lange Jahre...
Erinnerungen... – unvergessen...
3.4.07 K.F.
---
gefüllter Hibiskus - K. F. 2004
---
Über die Werte
Was wurde uns über die Werte gelehrt?
Nachzufragen ist hier nicht verkehrt.
Die Wertvorstellungen, bekanntlich schon -,
sind grundverschieden bei jeder Person.
Einer sieht nur des Geldes Wert,
das ist im Grunde ja auch nicht verkehrt,
einer zweiter legt Wert auf großen Erfolg,
ein dritter wiegt den Wert gern in Gold,
ein vierter spricht vom Wert„Ideell“,
ein fünfter legt keinen ... - ganz generell,
ein sechster bewertet eine Aktion,
ein siebenter das Verhalten einer Person,
ein achter überdenkt den Wert seines Lebens,
bewertet die Liebe, die niemals vergebens.
Und Du möchtest wissen: „Was bin ich Dir wert?“
Ich sage: „Alles! – und umgekehrt?“
K.F. 3./07
---
Ich verstehe...
Jemand spricht in meiner Nähe -,
Worte --- die ich kaum verstehe---
und tut sich damit sicher schwer,
wie ich das inzwischen sehe. -
Schaut mich nicht an, schaut nicht mal her---
und ich scheue mich zu fragen,---
hör’ mich nur von weitem sagen:
„Ich verstehe...“ ---
„Ich verstehe...“, zwei Worte -
kommen leicht, wie nebenher, -
werden allzu oft gesagt
und wer denkt sich dabei mehr? ---
Doch verstehen wir auch wirklich alles,
was der andere uns sagen will?
Was wird sein, im Falle eines Falles,
was --- , so frage ich mich still.
3.Dez.06
---
Gedanken
Gedanken sind wie Efeu-Ranken,
die um einen Baum sich ranken,
Gedanken wollen sich entfalten,
suchen irgendwo sich festzuhalten,
klettern langsam schon empor,
ranken meist sich um das Leben,
wie Efeu um ein Scheunentor.
Verdichten und verzweigen sich,
sterben ab, begrünen sich,
zeigen wieder neue Triebe,
für die Freundschaft, für die Liebe.
Streben immer hoch zum Licht
und daraus wird dann ein Gedicht.
März 2006
---
Orichideen im Fenster - K.F.
---
Ähnlichkeiten
Fremde seh'n sich manchmal ähnlich,
dies stellt stets ein Dritter fest.
Wie kommt denn das, wie ist das möglich?
Der Fall kaum zu begreifen ist...
Wie kann es Ähnlichkeiten geben
zwischen Menschen,
die nicht im geringsten sind verwandt?
Sie begegnen sich wohl kaum im Leben,
geben niemals sich die Hand.
Und dieser Dritte glaubt schon wieder
fast an ein Wunder, ...
fühlt sich doch irgendwie genarrt.
Diese Ähnlichkeiten so mitunter... ---
Und ein Bild liegt da, auf das er starrt....
7./06
---
Vorhänge
Ein Vorhang vorm Fenster kann dauerhaft nützen,
um sich vor fremden Blicken zu schützen.
Das Theater ist aus und der Vorhang fällt,
es war nur Gauklerparade in realistischer Welt.
Ein Lächeln kann auch ein Vorhang sein,
denn niemand schaut Dir in die Seele hinein.
Eine Lüge als Vorhang verdeckt die Sicht,
man erkennt die Wahrheit oft lange Zeit nicht.
Die Nacht ist ein Vorhang zum kommenden Morgen,
er kann Ängste verbergen und vielfältige Sorgen.
Eine Erkrankung ist wie ein Vorhang zum Leben,
doch Licht scheint hindurch, um Hoffnung zu geben.
6./06
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Das folgende Gedicht wurde in Ausgewählte Werke, Anthologie, Bd. 9, 2006
der Deutschen Gedichtebibliothek veröffentlicht.
-
Zeit...
---
Nimm Dir etwas Zeit
„Hast Du mal Zeit, vielleicht auf ein Wort....“?
wirst Du manchmal gefragt.
Und möglicherweise hast Du darauf gesagt:
„Tut mir leid, hab gar keine Zeit“,
und schon gehst Du fort.
Nimm Dir etwas Zeit,
um an einen Menschen zu denken,
um mit ihm zu reden, um ihm etwas zu schenken.
Nur etwas Zeit,
um mit ihm zu lachen,
um in kranken Stunden bei ihm zu wachen.
Nimm Dir etwas Zeit,
um Wärme zu geben an kalten Tagen,
um zuzuhören, ohne zu fragen.
Es ist höchste Zeit,
keine Zeit zu verlieren,
denn ein einsamer Mensch
kann so leicht erfrieren.
K.F. 2006
---
Margariten - K. F.
---
Sich freuen
Kannst Du Dich noch wirklich freuen,
freuen wie ein kleines Kind
über alte Dinge – keine teueren ---,
die einfach nur schön und reizvoll sind?
Bunter Luftballon im Abendrot,
ein Regenbogen hoch am Himmel,
Kaffeeduft und frisches Brot,
alte Lok mit viel Gebimmel.
Holzpferdchen und Zuckerwatte. -
Der Elbeblick über die Wiesen,
den ich schon immer gerne hatte.
Aus altem Buch der Märchenriese,
oh, wie ist der bärenstark.---
Ein Segelflieger nah den Wolken
und bei Nacht ein Feuerwerk –
Einfache Dinge zu erleben, sie zu lieben
und sich zu freuen wie ein Kind.
Älter sein, doch jung geblieben,
das ist das Herz, das dumme Ding.
9./06
---
Maiglöckchen
---
Leben
Du solltest Dein Leben stets mit Sorgfalt verwalten,
um es ganz fest in den Händen zu halten.
Du solltest das Leben stets freundlich begrüßen,
ein Lächeln kann so den Tag Dir versüßen.
Du solltest das Leben stets intensiv erleben,
und es auch niemals, -- niemals aufgeben.
Du solltest das Leben mit dem Herzen verwalten,
denn ein Gefühl für das Leben darf niemals erkalten.
April 2006
---
Gefährlich
Messer und Schere in Kinderhänden,
zu viel Vertrauen in einen Fremden,
Rauch und Feuer im Wald übersehen,
Zeichen der Zeit überhaupt nicht verstehen,
das ist, seien wir ehrlich:
ganz gefährlich.
Eine geheime Liebe sorgfältig verstecken,
fremdes Geld nutzen zu eigenen Zwecken,
erbetene Hilfe in Not nicht gewähren,
kein Gitter zwischen Dir und dem Bären,
das ist, seien wir ehrlich:
ganz gefährlich.
Krankheitssymptome aus Angst ignorieren,
durch Börsenaktionen viel Geld verlieren,
mit Worten bedrohen, Macht ausspielen,
mit Waffen auf friedliche Menschen zielen,
das ist, seien wir ehrlich:
ganz gefährlich
Nie was verändern oder sich drehen,
immer nur "damals", nicht "heute" sehen,
keine Stellung beziehen, nichts hinterfragen,
niemals verneinen, stets „ja“ nur zu sagen,
das ist, seien wir ehrlich:
ganz gefährlich
Mai 2006
---
Pfingstrosen
Mehr.... immer mehr...
Was hast Du, was hab' ich
und was denkst Du über mich?
Oftmals stellt ein Mensch die Frage
nach des anderen Gut und Habe. -
Will vergleichen sich mit ihm
und schon kommt’s ihm in den Sinn:
Frauen, Autos, Ruhm und Geld,---
das Einzige, was wirklich zählt? !-
-
Wird dies von einem andern überboten,
um den Sieger auszuloten:
Das Karussell, es dreht sich dann
und einer schaut den andern an:
Was hast Du, was hab’ ich?
Und was denkst Du über mich?
7.06
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Blumenkrug
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Manchmal ....
Ein Blatt fällt manchmal auch im Frühling vom Baum,
doch er hat ja so viele, er bemerkt es wohl kaum.
Eine Träne fällt manchmal zwischen die Kissen,
vielleicht war‘s nur ein Traum, doch niemand soll’s wissen.
Ein Jahr fällt manchmal aus Deinem Leben,
an Deinem Geburtstag, so ist das eben.
Ein Wort fällt manchmal und jemand weint.
Sag ihm: Verzeih‘ mir,- es war nicht so gemeint..
Ein Stern fällt manchmal aus dunkler Nacht
und ein Wunsch erfüllt sich, an den man gedacht.
Eine Entscheidung fällt manchmal. War sie auch gut?
Denn war sie es nicht, gibt’s leicht böses Blut.
Ein Lied fällt mir manchmal von früher her ein.
Es könnte vielleicht ein Weihnachtslied sein.
Nov. 2005
---
Jahre...
Viele Jahre, die vergehen,
sie fliegen so dahin im Nu
und ehe man sich‘s recht versehen,
kommt ein neues schon hinzu..
Jedes Jahr hat so viel Zeit,
viele Tage, viele Monde.
Komm, nutze die Gelegenheit,
freu‘ Dich über jede Stunde.
Viele Jahre, die vergehen,
in Liebe, Freude, Trauer, Last.
Im Jahr sich viele Monde drehen,
damit Du keinen Tag verpaßt.
Jan. 2006 .-
---
Ein besonderer Tag
Ein besonderer Tag,
dieser Tag zwischen den Tagen.
Und was ist das für einer?
So könntest Du fragen.
-
Heute ist Jetzt,
ein Moment, eine Stunde,..
unwiederbringlich ....
Schon wieder eine Zeigerrunde.-
Die Zeit ist vergänglich.
-
Gestriger Tag,
gelebte Vergangenheit,
Gedanken an Morgen,
was hält die Zukunft für uns bereit?^
-
Heute, so könnte man sagen,
ist ein Tag zwischen den Tagen.
Ein Tag zwischen Gestern und Morgen -
mit anderen Freuden, anderen Sorgen ....
Heute.
- Ein besonderer Tag.
21. 7. 04
---
Lilien - K.F.
---
Fragen
Was ich bin und was ich habe?
Das ist die Frage mancher Tage.
Was sollte und was könnte ich?
Mehr als jetzt und hoffentlich?
Was ich wohl möchte oder will?
Ist das zu wenig oder viel?
Was ich tue oder fühle –
Interessiert das wirklich viele?
Was ich sage, was ich denke -
Warum ich Dir ein Lächeln schenke?
Was ich glaube und was nicht -
Hat das für andere ein Gewicht?
Was kann kommen oder noch geschieht?
Sind’s Tränen oder frohes Lied?
Was wär mit uns, wenn wir nichts sagen? ---
Niemand wäre dann noch da, ---
Niemand, – der noch würde fragen.
10.2.06---
Lilien - K.F-
---
Ein vertrautes Gesicht
Großstadtlichter, Menschengewühl,
doch da ist plötzlich dieses Gefühl,----
und inmitten der schiebenden Menge
schau‘ ich in zwei Augen ,
die, wie ich glaube,
von früher her kenne,
Dieses bekannte , vertraute Gesicht......
Wer war das?, War das nicht ....?
Kannten wir uns nicht vor vielen Jahren?
So viele Fragen.....
Einen Augenblick später, Sekunden zu spät,
als ich mich endlich umgedreht .....-----
Gesichter kommen, Gesichter gehen......
Doch von diesem einen vertrauten
ist nichts mehr zu sehen.
Großstadtgetümmel, Menschenmassen....,
andere Lichter, andere Straßen....
War’s Realität oder war es Vision?
Wer weiß das schon...?
Vergessen.....Vorüber..... Vorbei.......-
......als ob da gar nichts gewesen sei.
---
Sommerstrauß mit Gläschen
---
Mehr nicht
Wer denkt denn später noch daran
und glaubt an bunten Ostertagen
noch an den alten Weihnachtsmann?
Es fragt ein kleines Kind vielleicht,
das nicht von Deiner Seite weicht.,
mit glücklich lachendem Gesicht
so dann und wann -
Mehr nicht.
Wer denkt denn heute noch daran,
daß vor einem halben Jahr
Dein Ehrentag gefeiert war?
Blumen, sie sind längst verwelkt,
die Geschenke weggestellt.
Es bleibt nicht mehr als ein Gedicht --
Du liest es später, -dann und wann –
Mehr nicht.
Kaum noch denke ich daran,
daß ich, wie einst vor vielen Jahren,
noch einmal schwer erkranken kann.
Eine Narbe ruht auf meinem Leib,
die mit mir lebt, die immer bleibt.
Nur Schatten - kurz auf dem Gesicht. ---
so dann und wann ...
Mehr nicht.
Wer denkt an uns in 100 Jahren,
an Menschen, so wie Du und Ich,
die wir heut zu leben haben?
Es bleiben Bücher, Bilder, die Geschichte –
Akten, Fotos, Kurzberichte.
Vielleicht schaut sie einer an,
zufällig eher, so dann und wann,
und ein Lächeln zieht durch sein Gesicht.
Mehr nicht.
---05
Sommerastern...
