KARIN FLUCHE - Gedichte, Ansichten und Betrachtungen

         Durch die Blume gesprochen - Aktuell: Zinnien        

                  

         

  Zuhören oder "Mithören" ist hier erlaubt, ja, sogar erwünscht...:-) 

                                         ...

Etwas grob.....

Zwei Sternschnuppen im Weltenall.
War das Absicht oder Zufall???
Die eine sagte irgendwann:
„Ich liebe Dich, mein guter Stern“
Ein Schweigen strömte durch den Raum,
dann war’s zu überhören kaum:
„Ich Dich nicht, Du kleine Puppe ---
Du bist mir nämlich gänzlich schnuppe.“---
Flog dann davon in fremde Fernen
Und vielleicht zu andern Sternen.
Die and're, die sich so bemühte,

an Ort und Stelle noch verglühte...

Karin Fluche 3/2010 
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Wie interessant...

Zwei Leute stehen auf Gartenwegen,
um freundlich ein Gespräch zu pflegen.
Klatsch und Tratsch ganz sicherlich
über dies und das und Dich und mich.

Den Freund, der grüßend sie gestört,
betrachten sie zu recht empört. ---
Plötzlich naht, er heißt Herr Blech -
Vertieft in sich, im Selbstgespräch.

Die beiden stehen auf Gartenwegen...,
verstummt und wollen sich nicht regen...
Herr Blech erzählt aus seinem Leben...
Das interessiert doch schließlich jeden...

K.Fluche 9/2009 

(Eine ausgedachte Begebenheit, Name frei erfunden!)
...
Enttäuscht

Ein kleines Kind, froh und flink,
läuft hin zu diesem „Zuckerding“.
Steckt es schnellstens in den Mund,
hat’s schon auf der Zunge --- und
ein schriller Schrei die Luft zerreißt,
Schnee tanzend auf dem Boden kreist..
Die Amsel stirbt an Herzinfarkt,
sie hat das Kind zu spät bemerkt.
„Daß Du von allem naschen musst...“
Die Mutter tröstet’s an der Brust.

K.F. 1/09
...
Bienenkönigin                                                 Karin Fluche - 2007

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Ich legte heute Stangenbohnen,
als eine Königin geflogen kam:
„Diese Ernte wird sich lohnen,“-
und Platz auf einem Blatte nahm.


Sie schien mir politikverdrossen,
erzählte wütend von den Drohnen,

die tatenlos auf Leitersprossen

und überall umsonst nur wohnen.

„Doch ohne meine Arbeitsbienen,
die als Volk mich brav umgeben,“

so sagte sie mit wicht’gen Mienen,
kann ich auch nicht lange leben.“

K.arin Fluche 5/08
...
   

...

Schutzengel-Begegnung

Du bist Deinem Schutzengel begegnet,
in letzter Sekunde, zur rechten Zeit, 
Der Himmel bewölkt, es hatte geregnet,
da stand er bei Dir im weißen Kleid.

Er zeigte Dir wortlos, dass er Dich liebt,
Dich stets begleitet, vor Nöten bewahrt.
Zu spüren, daß es Schutzengel gibt, -

Wunder des Lebens der schönsten Art.

K.F. 4/08

 

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Deine Hände...

berühren sanft mein Gesicht,

ich denke an damals, August in Sicht.

 Dein Auto war grün und auch nicht neu,

genauer zu schauen, war ich zu scheu.

Sah nur Deine Hände am Lenkrad liegen.

Du bist tatsächlich dann ausgestiegen.

„Wie schön, dass Du gekommen bist“,

Deine Hand berührte sanft mein Gesicht.

Jahre vergingen, Zeit ist wandelbar.

Veränderungen, - doch Deine Hände sind da.

K.F. 1/08

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Einseitiges Gespräch


"Guten Tag - Wie geht es Ihnen?“

wird man eher selten noch gefragt

und wenn...

– mit säuerlichen Mienen. -

-

Da greif' ich schnell zu einer List

und sage prompt mit ganzem Mut

„Danke sehr, es geht mir gut!“

Auch, wenn es einmal nicht so ist. –--

-

Diese Antwort kommt gelegen,

denn anders wär’ es ein Verdruss.

Der Frager fragt auch seinetwegen!

Man unterbricht dann nur den Redefluss.---

Sorgen, Nöte,  Ängste, Klagen...

die da sind in Kopf und  Herz.

Manche müssen’s andern sagen, ---

von Traurigkeiten, Seelenschmerz.....

-

(Einseitig)... - alles ausgesprochen -...

Oh, ... Erleichterung, - ein großes Stück.

Man wünscht mir eine gute Woche.

Nur Gehörte bleibt  zurück.---

K. F. 5/2007

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Chrysanthemen - K. F.

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 Frage und Antwort

Zwei freundlich-nette Menschen,

die sich bereits schon  länger kennen

und auch direkt beim Namen nennen,

plaudern ohne tiefen Sinn -

die Worte plätschern so dahin. ...

-

Und plötzlich öffnet einer seine Seele,

daß ihm wohl körperlich nichts fehle.

Doch da sind jetzt diese Dinge,

für die er kein Verständnis bringe.

-

Eines Tages dieser Krach....

Und seine Ehe, die zerbrach,

Oh, es war nicht seine Schuld,

er sei ein Mensch mit viel Geduld...

Wieviel Geld wird er verlieren?

Und die Kinder, deren Vieren.......

Insolvenz macht sein Geschäft,

und daß er darum nachts nicht schläft.

-

Der andere ist ein stiller Hörer,

als der Sprecher plötzlich sagt

und schaut ihn an wie ein Verschwörer:

„Ich mach' sonst alles wie mit links,

doch manchmal und auch neuerdings.......

Ich habe einfach keine Ruh.

Sei mal ehrlich: Was meinst Du?“

-

Und der so direkt Gefragte,

dieser liebe brave Wicht,

sagt dem andern ins Gesicht,

was denn seine Meinung sei,

und er denkt sich nichts dabei.

-

Der Frager ist jetzt nicht mehr freundlich,

sondern ausgesprochen feindlich

und seine Augen funkeln wild,

denn die vorgetragene Meinung

paßt nicht in ins eigene Meinungsbild.

Drum:

Was Du auch denkst, sags nie direkt,

das hat so manchen schon verschreckt.

Schon mit: Aha und ach... und oh ....

und mit hm, hm, und so, so, so...

ist der Frager sehr zufrieden,

und der Befragte ebenso.

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Sommerastern

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Das Geheimnis

Zwei waren zusammen und sonst ganz allein,

da besprachen sie etwas, das war ganz geheim:

„Gib mir Dein Wort, dann geb ich Dir meins!

Jetzt, hier und sofort und versprich mir nur eins:

Dies ist ein Geheimnis, - also vertraulich!

Würden andere es wissen, wär’s wenig erbaulich.“

-

Und ohne Bedenken gab einer sein Wort,

hier auf der Stelle, an diesem Ort.

So versprachen sich Zwei, nichts weiterzusagen,

heute sowie an den kommenden Tagen,

denn ein Geheimnis, das weiß jedes Kind,

ist nicht für dritte Ohren bestimmt.

-

Doch welch ein Erstaunen, als einer erfährt,

daß dieses Geheimnis, das er hütet und ehrt,

bereits bekannt ist als Stadtgespräch,

Ach, was für ein Pech!

Und was wurde indessen

aus dem so vertraulich gegebenen Wort?

-

Es wurde einfach vergessen,

der Wind trug es fort.

Es ging verloren in nur wenigen Stunden

und wurde bis heute nicht wiedergefunden.

26.5.05

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Blumenkrug - K. F. 2006

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Kirschenzeit

Der Kenner schon bei Zeiten sah,

als er im Garten ging ein Stückchen:

„Das Jahr wird ein Kirschenjahr.

Oh, diese roten prallen Früchtchen,

schmecken immer wunderbar,

auch gut mit Klump im Kirschensüppchen

und was das Allerschönste ist,

wenn man sie gleich vom Baume isst.“

Weiter sprach er mit Gefühl

und der Kirschbaum war sein Ziel -:

zu einem, der grad’ mit ihm ging –

dessen Blick gebannt am Baume hing:

„So manche Maid, die weiß das kaum,

dass Kirschen sind ein Mädchen-Traum.

Besonders die aus Nachbars Garten,

diese schönen schwarzen zarten.

Selbst die Mädchen in den Kirschen,

wollen gar nicht mehr entwischen,

ja, die kleinen weißen, - runden - - diese...

fühlen sich wie im Paradiese.

Haben keine Angst vorm kalten Waschen,

denn sie hängen hoch im Baum -

und das ist ihr Sommertraum:

"Wir leiden keine Hungersnot,

haben ständig was zum Naschen.“

Aug. 2006

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                    und ein paar knackfrische Äpfel...

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Von Pflaumen, Rosen, ... Aprikosen

Im Gärtchen saß sie

und aß von einer Pflaume,

die sie soeben pflückte

von eben diesem Baume.

„Zum Zeichen meiner Liebe

sprach er und wollte sie liebkosen:

„Dort bei der Fliederhecke ,

da pflück‘ ich Dir drei Rosen“.

Er ging in kurzen Hosen,

 das Wetter ließ es zu,

doch Stacheln an den Rosen,

die stachen kräftig zu .

In schmerzerfüllten Posen

kehrt er zu ihr zurück.

In der Hand die Rosen

und hoffend auf sein Glück.

Die Schöne, wie im Traume,

 sah fragend zu ihm auf

und nahm das Bild des Schmerzes

gar heiter in sich auf.

Zu seinem Seelentroste

bot sie ihm an die Pflaumen,

auf daß er davon koste.

Er sah es mit Erstaunen.

Pflaumen für die Rosen,

 oh welcher Weltenschmerz!

Er ißt doch nur Aprikosen!

Es brach ihm schier das Herz. ---

Da ist er weggegangen,

es hat sich nicht gelohnt.

 Rot blühte nicht die Liebe,

rot blühte nur der Mohn..

8.2004

und noch ein paar Äpfel....

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"...und der Opa ist ein Junge"

Ich besuch‘ mal meine Enkelin,

die ist pfiffig, doch erst vier,

so kam es  jüngst mir in den Sinn,

denn ich bin so gern bei ihr.

-

Schließlich bei ihr angekommen,

mußt‘ ich noch ohne Wort, -

ich fühlte mich schon ganz benommen, -

besuchen einen stillen Ort.

Doch kaum schloß ich diese Pforte

und aller Streß fiel von mir ab,

da stand im Rahmen, ohne Worte,

die Enkelin , tip- tap.

-

Sie schaute mich durchdringend an

und es fiel ihr plötzlich ein -,

da gibt es nichts zu zweifeln dran:

„Die Oma muß ein Mädchen sein.“

Ich dachte still, da hat sie recht, -

wenn es auch war vor vielen Jahren.

Doch der Gedanke war nicht schlecht

und ich wollte ihr erklären ...

-

Doch das Thema war schon leer

und sie rief bereits mit voller Lunge

nach Teddy und nach Feuerwehr

und „Der Opa ist ein Junge.“!

Dez. 2005

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Amtliche Regentage

Ein Polizist wacht auf der Wachen,

denn die Wache,  das ist sein Revier.

Ein Bürger, Angaben soll er machen,

steht regennaß vor seiner Tür.

Der Polizist, - vieles ist er doch gewohnt,

befand dann auch als Allererstes,

daß ein Blick aus seinem Fenster

bei Regen überhaupt nicht lohnt. --

Er besinnt sich eine Weile

und der Bürger wartet ab,

denn das Gespräch hat keine Eile. -

und der Beamte scheint recht matt.

Der Bürger will ein Wort jetzt wagen,

denn trübe brennen Lampen schon,

da hört er jemanden die Worte sagen -

es klingt wie „depri“ oder „Depression“. -

Regenschirme vor dem Fenster

schwanken kraftlos hin und her.

Zeit und Orientierung fehlen -----

Nur auf dem Flur, da hustet wer.

Nach einer endlosen Stunde........

Die Fakten sind jetzt abgesprochen.

Der Bürger kann nach Hause gehen.

Der Beamte muß noch Akten lochen.

"Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen."

Kalte Tropfen fall'n in meinen Nacken,

der Schirm hält mühsam mich bedeckt. ---

Zuhause trink' ich  frischen Kaffee,

der  irgendwie „verwässert“ schmeckt.

---

Sie welken langsam ab...

---

Das Sößchen

Die Hausfrau hieß Luise,

und weiterhin noch „Wiese“.

Sie kochte gut, sie kochte gern,

klassisch und modern.

Sie kochte lieblich und auch mild,

weil sie ja noch stillt.

Sie war schön dick und rund

Und ringsherum gesund.

-

Ihr lieber Mann, der Kunibert,

der war zwar wunderschön,

doch auch ein steter Nörgeler

und das mit viel Gedröhn.

„Hast wieder Salz vergessen“ ,

so sagte er in Kürze

und in seinem scharfen Ton

lag unverkennbar Würze.

Auch sonstens unzufrieden,

das war er oft hinieden.

Da kam ihm ein Gedanke,

der kam ihm gerade recht.

„Ich geb‘ meinem Leben Würze“,

und so tat er es in Kürze.

Er hört von Frau Adelunde,

sie empfängt zu später Stunde.

Sie machen sich bekannt

und kommen sich auch nahe.

Sie ist gertenschlank

und hat pechschwarze Haare.

Übern Tisch, da rolln die Taler,

war‘n damals noch aus Gold,

Doch plötzlich hat er keine mehr,

da hat sie nicht mehr gewollt..

Und zu allem Überflusse,

und persönlichem Verdrusse

bekam er am Geschlechte

eine hochentzündlich Flechte.

Er ging weinend zur Luise

im selben Augenblicke,

erzählt ihr vom Mißgeschicke,

zeigt ihr die Stelle, diese. ---

-

Sie sagt, sie ist nicht böse,

 nicht mal ein Gedanke

und ganz voller Mitgefühl

rät sie zu  einem Tranke.--

Sie kocht in ihrer Küche

in Töpfen und aus Döschen

Ein kleines scharfes Sößchen,

Pikant sind die Gerüche.

Einen Löffel vor dem Essen

Und dann essen, essen, essen.

Gleich dem vielen Essen

wieder einen Löffel voll,

damit es helfen soll.

-

Und als er endlich satt ist,

da legt er sich zur Ruh,

und deckt auch seinen Bauch

mit einer Decke zu.

Doch plötzlich wacht er auf

und schreit nach der Luise,

daß darauf käme diese.

Doch das Elend kam zu hauf.

Er habe solche Schmerzen

im Bauch und auch am Herzen.

Er wolle etwas trinken,

verbrenne innerlich,

und wenn er nichts bekäme,

 versink' er ganz in sich.

Doch die Luise läßt ihn sinken,

sinken, sinken, sinken,

bis es tiefer nicht mehr geht.-

Sie gibt ihm nichts zu trinken.

Dafür war es zu spät.

-

Und die Moral von der Geschicht:

Übermäßig Würze in allen Lebenslagen,

da braucht man nicht fragen,

bekommt den Meisten nicht.

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Hibiskus - K.F.

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Familiäre Begebenheiten

In Bauer Meiers Großfamilie

hat im Herbst sich Zuwachs eingestellt,

so daß er sich mit Fug und Recht

für den Allergrößten hält.

Der Meier ist ne‘ Frohnatur,

denkt positiv und zweifelt nicht,

glaubt von allem stets das Beste,...

- selbst wenn er nicht der Vater ist.-

-

Heut‘ hat der Enkel seinen Schrei-Tag,

und Opa Fritz – in aller Stille, -

das macht er häufig so am Freitag

- geht zum Wirt in die Destille.

Im Herbst ist da Oktoberfest

– ein wunderschöner Brauch -,

der Maßkrug bis zum Rande voll

und Opa Fritz gleich auch.

-

Der Uropa trägt wieder Bart

sowie den Herbst des Lebens im Gesicht.

Es ist der flotte August-Gerhard,

nur manchmal plagt ihn schon die Gicht.

Opapa ist jung verliebt

und bei weitem nicht aus Holz,

denn seht --- an seinem rechten Arme,

und darauf ist er wirklich stolz,

geht wieder eine  hübsche Dame.

1.8.05 Karin Fluche (Begebenheiten und Namen sind ausgedacht!)

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Winterastern...

seh'n schon ganz vertrocknet aus

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Die Beratung

Otto Meier, der Bauer, klagt trostlos im Märzen :

„ Oh je, Oh je, auf meinen Feldern, da liegt ja noch Schnee.“

Seine Stimmung ist sauer, ihm ist nicht nach Scherzen.

„Noch kann ich nicht rackern, und die Felder beackern.

Ein langer Winter ist heuer, trübe die Tage,

 der Strom gar teuer.“

Und er will sich beraten, denn sonst fühlt er sich fit,

schließt zu Haus und Garten und geht dann mal rüber

zum Nachbarn Fritz Schmidt. ---

-

Fritz ist in der Scheune, nur Frau Molly ist da,

vom Kirchturm schlägt's „Neune“ ---

und sie zeigt Verständnis, das ist ganz klar. ---

Die zwei beraten sich gründlich,

schriftlich und mündlich ....

-

Ende Dezember – fast pünktlich zum Fest,

da liegt ein winziger Schütze bei Schmidtens im Nest.

Bauer Schmidt ist voll Freude  und Frau Molly gestreßt...

Sie schaut besorgt in des Kindes Gesicht,

Wem sieht er nur ähnlich, der kleine Wicht?

Und voller Schreck kommt ihr in den Sinn:

Hat er nicht gar von dem Meier - von damals - das Kinn?

„Das ist aber wirklich nur wenig und schließlich nur seitlich “ -

beruhigt sich Molly : „Na ja, so geht das noch leidlich...“

Karin Fluche (Begebenheit und Name sind ausgedacht).

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Pfingstrosen - K.F.

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Das deprimierte Gedicht

Es sagte ein Gedicht einst etwas über sich:

"Mir ist, als könne ich

nicht ganz vollendet sein.

Es kranket mir am Kopf,

 auch lahmet mir das Bein,

Ich denk, ich lauf nicht rund,

fühl mich nicht kerngesund,

und laß' Euch alle wissen,

es geht mir ganz besch...eiden,

mag mich wohl selbst nicht leiden.

Vielleicht liegt es am Wetter,

etwas Sonne wär schon netter.

Auch ist es etwas „kühlig“.-

Ich bin wohl „wetterfühlig".

Wer diese Krankheit kennt,

liegt damit voll im Trend.

Doch heute - alles grau in grau,

selbst der Anstrich der Fassade,

und wenn Du mich schließlich wegwirfst,

dann ist es auch nicht schade.

Juni 99 

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Die dramatische Lebensgeschichte eines

Schokoladen-Weihnachtsmannes

Es waren Septembertage, mild und warm,

als mir der Gedanke kam,

im Supermarkt was einzukaufen.

Denn etwas wird man immer brauchen.

Ich schaute hier und schaute da,

und war dem Regal mit Süßigkeiten

plötzlich wirklich all zu nah,

als eine Stimme, leis und putzig,

zu mir sprach. - Ich wurde stutzig.

Es war ein Schoko-Weihnachtsmann,

der zu mir spricht.

Hier die Geschichte seines Lebens.

Ist sie wohl glaubhaft oder nicht?.

Es war bereits sein zweites Leben.

Wiedergeboren. ---

Ja so etwas, das soll‘s ja geben..

Im ersten war er Osterhase.

Daher noch die stumpfe Nase,

und außerdem die langen Ohren,

die jetzt im Barte sich verloren.

Aus dem Schoß der Pressmaschine,

so erklärte er mit böser Miene,

lag er hilflos, nackt und frisch

viele Stunden auf dem Tisch.

Bis fünf Knubbelfinger, dick und breit,

ihn packten ins Aluminium-Kleid.

Das Kleid war hart und viel zu eng,

und es roch dazu noch streng.

Er kam darauf zum Abtransport,

und fuhr sogleich an diesen Ort.

Seine Heimat sei nun ein Karton

zusammen mit 50 anderen,

die vor ihm da war‘n, lange schon.

Das Schicksal seiner Leidgenossen,

so meint er traurig und verdrossen,

sei ein Transport in dunklen Taschen,

als seien sie nur was zum Naschen.

Zwischen Äpfeln, Kohl und Fisch,

ja, mancher überlebt das nicht.

Berichtet wurde von viel Schmerz,

der Mensch zerdrückt das arme Herz

und beißt direkt den Kopf wohl ab,

bis er selber dick und satt

und ebenso die Stiefelfüße.

Oh, was mancher Schoko-Mann

in seinem Leben leiden müsse.

Nach dieser Tragik, wie gehört,

war ich gerührt und auch empört,

schwor diesem Schoko-Weihnachtsmann

gute Behandlung, lebenslang.

Er steht nun froh bei mir zu Haus,

jahrein, jahraus als Nikolaus

und tippt sich an die breite Nase,

denn er wird niemals wieder Osterhase.

16.11.04

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Weihnachtskranz - K.F.

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