Keine Angst, ein APOTHEKEN-REZEPT ist das hier nun wirklich nicht... Herzlich willkommen in meinen poetischen Mixturen, richtig dosiert,allgemein recht gut verträglich. Nebenwirkungen: evtl. Heiterkeit, Nachdenklichkeit, Besinnung -
Hier sind Texte versammelt, die in keine Schublade der gewählten Themen so richtig passen... ...

Fantasievolle Glaskugelvase.- K.F. 8/2010
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Unbestimmtes Grau
Farbe „Grau“ steht für verwaschen,
Grau kann niemand überraschen.
Grau, da sehe ich verschwommen
geballte Regenwolken kommen
Grau ist für mich unbestimmt,
wenn der Tag im Nebel schwimmt,
Grau scheint müde, unscheinbar,
kraftlos, saftlos ganz und gar.
Auch Grau ist alle Theorie...
was morgen ist, das weiß man nie...
„Grau“ gedacht.. ist ziemlich vage...
In der einen oder andern Lage.
Grauer Anzug, schöner Mann,
ach, wie sah er mich so an...
Graue, wunderbare Augen,
die zum Falschsein wohl nicht taugen...
Auch die Krawatte grau statt rot...
Alles, alles schien im Lot......---
Zum neuen Treff kam ich in Blau,
und er mit seiner Ehefrau.
Karin Fluche 5/10
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Die Schönheit des reifen Alters
Kommt man ins „gereifte“Alter,
ist man kein mehr junger Falter
und auch kein gefährlich Tiger,--
lebt sein Leben um so lieber.
Kann „gut und böse“ unterscheiden.
hat gelernt, auch zu vermeiden,
was nicht wirklich eben wichtig
kann das „Aussortieren“ richtig.
Man hat Zeit, sich Zeit zu geben,
die schönsten Dinge zu erleben,
kann eine Stunde wohl verträumen,
ohne Angst, was zu versäumen.
Das Schöne ist am reifen Alter:
Man ist kein mehr junger Falter
Aber auch kein zahnlos Tiger
Und erst recht kein „Mummel“-Biber.
Karin Fluche 3/2010
...
Alles in einer einzigen Frau...
Ob Hausfrau oder Gärtnerin
Voll Freude und mit Sachverstand,
gute Köchin,-- Pflegerin.
Helferin bei vielen Dingen---
und sehr gerne handwerklich, -
es soll ja heute noch gelingen.
Stille Seelentrösterin
Wenn es einmal schwierig wird ,
bei Tränenfluss und trüben Sinn.
Bewusste Einkaufs-Sparerin,
im Familiengroßverband,
mit Taschen, Beuteln -.immerhin.
Charmante Unterhalterin
Über Kunst, Geschichte, Politik,
bei Themen mit und ohne Sinn.
Als Finanz-Verwalterin
Hält sie den Finger auf den Cent..
Wo kämen wir wohl sonst noch hin?
Dazu gut ausseh’n, ganz bewusst...
das ist ihr von Natur gegeben.
Männer, habt ihr das gewusst?
Karin Fluche 3/2010
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Meine Farbe „Grün“
Ich habe es gern,
mein liebes Grün,
als Glitzerstern, im neuen Kleid,
als Wohnungswand, zur Frühlingszeit.---
An meiner Hand der Ring mit Stein,
in grüner Zier, das möchte sein.
Ich hab es gern,
mein liebes Grün...
als Tannenbaum, im Blumentopf,
mein Sommertraum, als Wassertopf.
Ein grünes Pflaster auf der Wange –
Nun - davor wär’ mir auch nicht bange...
Ich hab es gern –
Mein liebes Grün...
Ein Immer-Grün auf Schirm und Hut
Ich glaub sogar, es steht mir gut...
Das Grün ist mir stets erste Wahl
Bei schönsten Farben ohne Zahl .
Ich hab es gern, -
Mein liebes Grün...
1/2010 Karin Fluche...
...
Silvester-Erkenntnis
Ich las vor Tagen – alle Achtung,
eine Silvester-Nachbetrachtung
mit der Erkenntnis von Herrn Troll:
„Ein halbes Glas ist nur halb voll“.
Denn an Silvester-Feierstunden
Lasse gut Dir alles munden,
was man sonst nicht so verträgt,
derweil es auf den Magen schlägt..
Doch Ausnahmen sind zugelassen,
in dieser Stund’ – gewissermaßen:
„Drum ohne lange nachzudenken –
ist wieder zügig nachzuschenken.“
Wie mag es mir wohl morgen gehen? –
Nicht danach fragen....... übersehen..
Zum Neujahrsfrühstück, - sonderbar –
Schmeckt Aspirin ganz wunderbar.
Karin Fluche 1/10
So erstaunt... K.F. 2009
Schneemann schaut durchs Fenster
Und glaubt, er sieht Gespenster....
Es sind doch Wintertage jetzt....
Träumt er? - Ist er zeitversetzt?..
Kopf streckt er vor Staunen vor,
sodass er diesen fast verlor,
denn im Raum, fast in der Mitten
blühen rosa-weiße Quitten...
Frühlingsbild in kalter Welt---.
Auch dem Schneemann gut gefällt. --
Er schließt die Augen lächelnd zu...
Blütentraum wiegt ihn zur Ruh.
Karin Fluche 12/09
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Welt-Atlas
Eine Reise um die Welt
manchem doch sehr gut gefällt.
Die Kosten sind hier keine Last,
wenn Du genügend Euros hast.
Hast Du sie auf Dauer nicht,
verliere nicht das Gleichgewicht,
denn Russland liegt bei USA,
Deutschland bei Australia.
Von Indien nach Dänemark,
in Sekunden, das ist stark,
Türkei liegt dicht bei Liverpool,
um die Ecke, - das ist cool. ---
Kennst Du jemand, der es glaubt,
dem es den Verstand geraubt?
Ist das machbar, zu beweisen --,
mit Airline „Zeigefinger“ reisen?
Karin Fluche
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Magdeburg – Meine Stadt
Ich bin hier geboren, lebe gern hier,
und sterbe irgendwann in Dir.
Ich hab hier geliebt, gelacht, geweint, -
bin wieder aufgestanden - vereint.
Ich bin in Dir gereift, - nicht mehr klein..,
und stolz, Magdeburgerin zu sein...
Karin Fluche 2009
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Glückspfennig
Es war heute vor wenigen Stunden
Als einen Glücks-Pfennig ich gefunden,
der halb blind, verkrustet, verdreckt
auf der Straße sich vor mir versteckt.
Ich pflege ihn sorgsam, poliere ihn,
so glänzt er wieder wunderschön.
Ich glaube an ihn, - tief und fest,-
daß er das Glück mir bringen lässt.
Glück, daß gerade ich ihn gefunden –
Heute morgen,vor wenigen Stunden
Karin Fluche 2009
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Zinnienkrug - K.F.
...
Bild, Gedicht und Lied
Ein schönes Bild ist ein Gedicht,
das zwar nicht mit Worten spricht,
doch kann es schweigend offenbaren,
Gefühle, die des Malers waren
und sie mit Farben reich vertonen,
wie Lieder, die im Herzen wohnen.
Das Bild - so schön wie ein Gedicht,
gemaltes Lied - hörst Du es nicht?
Karin Fluche
...
Einfach einmal ausprobieren,
was man will und was man kann
still für sich und irgendwann,
Schreiben, Malen, Musizieren...
Dafür Zeit zu investieren
sich überraschend lohnen kann.
K.F. 11/2008
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Blauer Krug - K.F.
Wie von Malerhand
Wie vom Künstler aufgetragen, -
Hab die Farben ich empfunden,
Feuer, die im Eismeer lagen –
Himmel in den Abendstunden
So wunderbar, wie hingewischt –
Wahre Schönheit für Sekunden –
das Wolkenspiel im Dämmerlicht.
Ein Federstrich noch in das Meer,
hat kaum seinen Platz gefunden,
dann tiefstes Dunkel um mich her.
Karin Fluche 11/2008
...
Unbekannt/unerkannt...
Er hat nicht studiert,
hat nicht promoviert,
er hat keinen Namen,
bleibt immer im Rahmen,
doch er malt mit Gefühl
mit Herz und mit Stil.
Doch niemand er kennt,
der selbst jemand kennt
der ihn ans Licht bringt,
andern sein Lob singt,
er bleibt in der Menge,
unerkannt im Gedränge.
Karin Fluche 12/08
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Margariten - K.F.
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Silbermond
Oktobertage, Vollmondnacht.
Wie kalt und still ist sein Gesicht.
Ob er schon jemals laut gelacht?
Ich wollte es gern ausprobieren,
und mit der ausgestreckten Hand
seine Wangen sacht berühren.
Grund für ihn, zu erschrecken,
und sich winzig klein zu machen,
sich hinter Wolken zu verstecken.
Kann sein, er ist nur arrogant,
nicht bereit, es hinzunehmen,
Er, der große Silbermond –
Und eine kleine Frauenhand.
K.F. 10/08
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Sommersterne
Hohe Zeit der Sommersterne,
Mein Sinnbild für Unendlichkeit.
Venus blinkt aus weiter Ferne
So schön wie je zur Abendzeit.
Überm Haus der große Wagen, -
er steht schon eine Weile hier.
Weiterfahrt an diesen Tagen
Im Morgengrauen gegen Vier.
Weiches Rauschen aus der Ferne
Ist Wie Musik aus einem Traum.
Es ist die Zeit der Sommersterne,
wo Wünsche ziehen in den Raum.-
K.F. 7/08
...
andere Margariten - K.F.
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Bella... Ischia, Italia
Schönes Ischia im Mittelmeer,
wer schon einmal dagewesen,
kommt so gerne wieder her.
War hier im Prospekt zu lesen.
Irgendwann war'n wir dann da,
Bella Ischia, Italia.!
Malers Herz ist hoch erfreut,
von der Motive Farbenpracht,
die Natur hier Blumen streut,
an die man nicht einmal gedacht.
Bella, Du bist wunderbar,
Wein, Musik, Italia!
Körper und auch Seele lacht,
nach dem Bade in der Therme.
Die so gewartet manche Nacht
Auf diese Wohltat, diese Wärme.
Bella, Du bist wunderbar,
Du Ischia, Italia
Kultur in Stein und Göttersagen
so vieles ist noch zu erleben,
bis wir dann nach Hause fahren.
Doch soll’s ein Wiedersehen geben.
Es war wirklich wunderbar,
Ciao, Italia!
K.F. 2008
...

einzelne Zinnien - K.F.
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Gute Nacht
Nach des Tages Tropenhitze
Steht ein Baum am Wegesrain,
saugt in tiefste Lungenspitze
die samtig-kühle Nachtluft ein,
er winkt noch einmal, wie im Traum
mit matter Hand dem Nachbarbaum
zur guten Nacht, zur guten Ruh, -
es schläft der Baum, auch ich und Du.
K.F. 7/2008
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Cosmea im unwirklichen Licht - K.F.
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Schattentanz
Zwei Schatten tanzen an der Wand,
ein zärtlich-wildes Liebespaar,
allein mit sich und Hand in Hand.
Es fliegt ihr nach das lange Haar.
Sie tanzen sich um den Verstand,
lautlos im Takt, ganz sonderbar.--
Als Wind sich in den Zweigen bricht,
verwäscht der Regen das Geschehen.
Nur ein geheimnisvolles Licht
Bleibt noch lange Zeit bestehen.
K.F. 7/2008
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Mondbild
Als ich heute nacht erwacht,
stand der Mond im Fensterrahmen.
Da hab ich an ein Bild gedacht,
an ein Bild bei alter Dame,
das ich vor langer Zeit gesehen.
Unbekannt des Malers Name,
ich wußte nur, es war sehr schön.
Ich verträumte viele Stunden
bis der Morgen nach mir schaute.
Mond war lange schon verschwunden
Als meinen Augen ich nicht traute:
An weißer kahler fremder Wand
Das Bild, das ich verloren glaubte.
Sacht berühr’ ich’s mit der Hand.
K.F.7/08
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Phlox u, Margariten - K.F.
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Mond
Mond leuchtet still auf das ruhende Dorf,
über Wiesen, Felder, Ställe und Hof.
Mond betrachtet gütig die Schlafenden,
lebt in den Träumen der Erwachenden.
Mond zählt die Sterne am Himmelszelt,
dass in dunkler Nacht kein einziger fehlt.
Mond, - schaust mich mit großen Augen an,
geheimnisvoll nah, doch unendlich fern.
K.F. 8/07
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Blauer Krug - K. F.
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Mitbringsel
Spuren des Meeres
Auf zartbrauner Haut
Schmecken nach Ferne
Und doch auch vertraut.
Sand in den Schuhen,
wie von der Elbe, -
er scheuert auch so, -
doch ist’s nicht derselbe.
Glänzende Fotos,
die wir hier machten,
liegen noch vor mir,---
ruh’n morgen im Kasten.
K.F. 6/2008
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Positionen
Wer hinter dem Schreibtisch sitzt,
und kalt durch Brillengläser blitzt,
wachsam das Gegenüber fixiert,
dessen Angst gar vergnüglich spürt,
lässig, ironisch, hämisch der Ton, -
der hat inne die Machtposition....
Dann das weite Niemandsland,
viermal eine Schreibtischkant’.
Die glänzende Platte ist loyal,
kennt Triumph nicht oder Qual,
ist einfach nur im Raum vorhanden,
weil schon immer hier gestanden.
Wer vor dem Schreibtisch sitzt,
Taschentuch drehend, verschwitzt,
schaut verspannt auf seine Beine,
weil schon geschwollen ist das eine,
hört nur noch Rauschen, keine Worte...-,
die Position der ungünstigen Sorte...
K.F. 3/2008
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Wicken - K.F. 2008
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Emma
Männer singen hin und wieder
über Frauen Klagelieder.
Ach, wie schwer sind zu durchschauen
die meisten aller schönen Frauen...
Das gilt sowohl im Allgemeinen,
und besonders bei der einen. -
Emma, stürmisch und robust,
hat zum Schwachsein keine Lust.
Doch gab es Tage, sanft und still,
das wusste damals auch Kyrill,
der selbst ein Unheilvoller war,
schon bereits vor einem Jahr.
Emma, heute nicht bei Laune
brach ein Getöse bald vom Zaume
zeigte drohend ihre wilde Art,
die sie nur selten offenbart.
Nach zwei angstvoll-tollen Tagen,
hört man froh die Männer sagen:
„Seht, - Emma, diese schöne Maid,
trägt wieder ein blau-weißes Kleid.
K.F. 2/08
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Himmelsspuren
Bleistiftzarte weiße Spuren
ziehen endlos sich ins All.
Himmelszüge, die hier fuhren,
über Schienen ohne Zahl
haben längst ihr Ziel erreicht.
Regentropfen fallen nieder
und der Wind geht leicht.
Wolken fliegen schon zu Tal.
Nächster Tag und erster Flieger -
mit Himmelsspur nach überall.
K.F. 2/07
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Cosmea - K. F. 2006
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Liebespaar
Melodie und schöner Reim,
bildeten ein Liebespaar,
wollten stets zusammen sein,
war’n vereinigt Jahr um Jahr.
Es ist ein zartes Liebeslied
dann daraus hervorgegangen,
das für uns erhalten blieb,
weil es schon die Eltern sangen.
K.F. 2/08
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Verlorenes Bild
Gedanken-Bild vor meinem Gesicht.
Als wär’ es vor langer Zeit geschehen,
so funkelten Klingen im Mittagslicht,
Reiter zu Pferde, Kreuzfahnen wehen.
Um das Gesehene mir festzuhalten,
lagen Stift und Papier schon bereit,
ich wollte gleich eine Skizze gestalten,
als leider Besuch kam zu dieser Zeit..
Später war alles bereits verwaschen,
Erinnerung hatte kaum ein Gesicht.
Bruchstücke wenig zu erhaschen -
Ich hatte nur Worte für ein Gedicht.
1/08 – K.F.
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Frühlingsstrauß - K.F.
...
Abend am Fluss
Ein schmales Boot am Ufer liegt,
Schilf sich sacht im Winde wiegt.
Der Wasservogel ruft erschreckt,
angstvoll, dass man ihn entdeckt.
Sichtbar kaum ein schmaler Steg,
kleine Wellen kommen schräg.
Ein Angler steht auf einem Stein
und zieht die letzten Ruten ein.
Graues Licht vom Himmel fällt -
Dämmerung verhüllt das Bild.
K.F. 11/07
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Blumenkrug - K. F. 2005
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Barbara-Tag
Vor langer Zeit, fast 2000 Jahr,
wirkte die Heilige Barbara.
Sie half andern bei jeglicher Not,
teilte selbstlos ihr weniges Brot.
In jedem Jahr, nach so langer Zeit,
hält Barbara ihre Wunder bereit.
Forsythien, Kirschen und Quitten,
die am 4. Dezember geschnitten,
werden nun zu Weihnachten blüh’n
in zarten Farben, sanftem Grün.
Als schlüge noch der Barbara Herz,
Dezemberblüten, als wäre es März.
23.12.07 K. F.
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Sichten
Viele sind häufig der Ansicht,
es lebe sich besser ohne Rücksicht
und auch leichter ohne Vorsicht
gegenüber anderen.
Sie halten nichts von Nachsicht
und es fehlt ständig an Einsicht,
unterstellen immer die Absicht
gegenüber anderen.
Freuen sich aber auf die Aussicht,
zu gewinnen in mancher Hinsicht,
verlieren leider dann die Übersicht,
gegenüber anderen.
K.F. 11/07
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Fremde
Zwei Fremde kamen aus der Nacht,
haben zusammen getanzt und gelacht.
Sie nannten sich niemals bei ihren Namen,
wollten nicht wissen, woher sie kamen.
Zeit rann dahin, Stunde um Stunde,
sie hingen gebannt an des anderen Munde.
Wandernde Schatten, flirrendes Licht –
Eine sanfte Berührung – mehr nicht.
Als Morgentau kalt auf den Dächern lag,
fuhren zwei Züge nach Rom und nach Prag.
.
K.F. 10/07
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kleiner Dahlienstrauß - K.F. 2007
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Geschichten zur See
" Otto'n sien Boot"
Kommst Du zurück an den Küstenort,
liegt da noch immer „Otto’n sien Boot.“
„Otto’n sien Boot“, das ist verwittert,
ängstlich im Wind eine Planke erzittert,
-
äußerlich blau und das Ruder fehlt,
„Otto’n sien Boot“ sind die Tage gezählt.
Ich rufe nach Otto. Doch Otto bleibt stumm.
Nur ein paar Fußgänger drehen sich um.
-
Doch da eine Stimme nah meinem Ohr
wie ein Flüstern im Wind, so kommt es mir vor:
„Im Sturm einer Nacht eine riesige Flut
ergoss sich über „Otto’n sien Boot“.
-
Otto blieb draußen, draußen im Meer,
nur das Boot kam zurück, das Boot war leer...“
Ich drehe mich um, die Stimme zu seh’n:
Doch niemand ist da. Die Turmuhr schlägt Zehn.
K.F. 8/07
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Sturmvogel
Wie ein schwarzer Riesenvogel
zieht ein Etwas über weite See,
unheilvoll, - ein breiter Kegel,
die Schwingen sind noch über Land,
Strand liegt da wie dunkler Schnee –
und ich suche Deine Hand.
Am Horizont ein winzig Segel.
Als öffnet sich ein Tor zum Welt
tritt plötzlich nun die Sonne ein.
Von mancher Brust ein Seufzer fällt,
als tausend Funken blitzen,
Sand erglänzt wie Edelstein,
rieselt hell durch Fingerspitzen,
Es könnte gar nicht schöner sein.
K.F. 8/07
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Stimmungstief
Regentag mit Sturmgebraus
nach richtig schönen Sonnentagen.
Wie sieht die Welt so anders aus,
könnte weinen, könnte klagen...
Wieviel Wärme braucht ein Mensch,
um sich wirklich gut zu fühlen,
bis es vom Gefühl her wieder reicht,
sich ein wenig abzukühlen?
Regentag, - die Stimmung unten...
und so hoffen wir auf morgen...
Wo sind die Luftballons, die bunten? -
Hab’ vergessen, welche zu besorgen...
K.F. 8/07
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...und jetzt gleich wieder heiter weiter

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„Sind Sie heute allein hier?“
Ich drehte mich um. -
Die Frage galt mir.---
Ich verwies gleich auf Dich, -
denn nur Du bist mir nah
und da nur für mich.
Du bist mein Begleiter --
und ich nehm' Deinen Arm -
wir gehen weiter...
4./07
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Chrysanthemen...
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Für Wort-Akrobaten
Was bedeutet das Wort „Wortakrobaten“?---
Ich bekam es als Notizbuch geschenkt.
Hab lang überlegt, dann geraten
und meine Gedanken hin und her gelenkt.
-
Eine Art der Darbietung kommt mir gelegen,
wie in einem Rondell, gleich einer Arena.
Mit Worten jonglieren, im Kreise bewegen,
mit Gedanken spielen zu einem Thema....
-
Ein Wort in die Luft geworfen, aufgefangen
und sehr konzentriert steht er zur Übung parat,
doch dann fallen gelassen, neu angefangen,
-es ist nicht sein Tag,..der "Wortakrobat."
17.3.07 K.F.
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Ein Wort-Akrobat auf dünnem Seil
balanciert ängstlich zwischen Lob und Kritik,
schwankend und tastend - Stück für Stück,
doch langsam und stetig, weil...
Es ist doch sein Hobby - ...er kann nicht zurück.
K.F. 17.3.07
Krug mit Lilie
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Bücherseiten - menschliche Seiten
Ein Buch, ob ganz neu oder schon alt,
ist bereits interessant in äuß'rer Gestalt.
Doch Menschen verstehen, in ihnen zu lesen,
in ihren Seiten, in ihrem Wesen...
Eine Seite ist freundlich, heiter und tolerant,
die nächste traurig, mutlos und uninteressant.
Die andere ist kritisch, satirisch, doch mit Humor,
eine ist tückisch, - spielt andern was vor.
Die folgende Seite unendlich pedantisch,
nun wieder eine, die ist völlig romantisch.
Eine ist voller Begabung in tausend Dingen,
die nächste ist schwach, muß stets mit sich ringen.
Eine andere ist geheimnisvoll, irgendwie mystisch,
die nächste ganz offen, interessiert sich politisch.
Die nächste ist schüchtern, tut irgendwie kühl.
Hier eine versteckte, die ist voller Gefühl.
Diese Seite ist hitzig, tendiert kriminell,
die andere will alles, doch nur nicht so schnell.
So viele Seiten in unserem Wesen,
die uns begleiten, unendlich zu lesen...
11./06 - K.F.
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Nelkenbukett
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Ein Lächeln
Ein kleines Lächeln,das steht Dir so gut,
das steht Dir viel besser, als ein topmodischer Hut.
Ein kleines Lächeln, das schafft Vertrauen,
das bindet die Wärme zwischen vier Augen.
Ein kleines Lächeln, bei Eis und bei Schnee,
für einen Fremden, das tut doch nicht weh.
Ein kleines Lächeln für mich von einem andern
und ich gebe es weiter,
- ein Lächeln kann wandern.
Dez. 2005
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Demokratie
Vor dem Fenster der Eltern spielt sorglos ein Kind,
offen und wach und frei wie der Wind.
Und weil es so frei ist, da kann es frei wählen.
Braucht nicht drauf zu hören, was die Eltern erzählen.
Eine Familie, die ist stark demokratisch,
und außerdem ist das ganz wundervoll praktisch.
Jeder kann hier seine Meinung frei sagen
und das Kind entscheidet schon selbst
zu folgenden Fragen:
Willst Du einen Keks oder lieber doch Kuchen?
Willst Du 3 Kugeln Eis oder Oma besuchen?
Willst Du im Buch die Bilder bemalen
Oder draußen im Pool lieber baden?
Willst Du lieber dies oder doch lieber das,
willst Du vielleicht nichts oder doch irgendwas?
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Gerbera-Fantasie
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Qual der Wahl
Jahre vergehen, - Jahre, die zählen.
Wir sind heut gefordert, die Regierung zu wählen,
Bürger und Bauer und alle die Stimmen,
die letztendlich das Ergebnis bestimmen.. -
Diese Wahlform, - die hat Methode.
Und wer es noch nicht weiß:
Alle 4 Jahre - das ist eine Legislatur –Periode.-
Das Volk soll entscheiden, -
denn wir haben Demokratie.
Wer soll gehen, wer soll bleiben?
„Er oder Sie?“ ---
Wir wählen zum Wohle, zum Wohle des Landes,
zum Wohle des Kanzlers, des Parteienverbandes.
Die Parteien-Palette ist ja schön kunterbunt.
Ich wähle „rosa“,denn das macht mich jung.
Wählst Du die Ampel, sind die Farben gemischt.
Sieht zwar hübsch aus, doch bringen tut’s „nischt“.
Oktober 2005
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Gefüllter Hibiskus - Karin Fluche
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Unendlich unwichtig ......
Bist Du etwas älter
als die laut lachende Jugend,
so ist das beileibe kein Makel,
sondern eher eine Tugend.
Manche sind eben in der Jugend schon alt,
geben sich so und sind es auch bald.
Du wirst eben etwas später älter
als die allermeisten,
das tut von innen her gut,
das darfst Du Dir leisten.
Ein Alter in Zahlen
klingt nur für viel Jüngere alt,
und will Dich wer fragen,
dann sagst Du ihm halt:
Die Jugend – ja - die ist eben jünger,
nur etwas jünger als ich,
Jahre, – ach Gott – wie unwichtig,
so unendlich unwichtig für mich.
Okt. 2005
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Bulgarische Fiesta – Fiesta bulgaria
Urlaub zu viert im bulgarischen Land,
landschaftlich schön und sehr interessant,
Bulgarische Berge und Schwarzes Meer,
seine Wellen laufen stets hinter uns her.
Bulgarische Frauen,
für ihre Schönheit gepriesen,
Bulgarische Männer,
die gern ihren Schnaps,
den Raki, genießen.
Heiße Tänze zu bulgarischen Klängen,
Freuden des Gaumens, Genießen und Schlemmen.
Bulgarische Rosen machen die Runde,
ein Hauch von Romantik bestimmt diese Stunde
Dunkelrot leuchten brennende Kohlen,
glühender Kreis im nachtschwarzen Sand.
Tanzende Beine mit nackten Sohlen,
Schritte zum Feuer, - zur Mitte – zum Rand.
Einziges Lüftchen, ein Atemzug nur,
weich ist die Luft, es schläft die Natur.
Ein Lichtschein hält Wache,
der Abend noch warm,
Wir gehen langsam den Weg,
- ich nehm‘ Deinen Arm.
Fast ist es ein Traum, -als der Morgen erwacht -
Bulgarische Fiesta – bulgarische Nacht
Sommer 2003
---
Von Streitigkeiten, Ärgernissen usw.
Winzig kleine Streitigkeiten
haben’s manchmal drauf,
sich zu Ärgernissen auszuweiten,
und schon schaukelt Frust sich auf.
Eine Kränkung noch – wird zum Ballon,
wächst und dehnt sich massig aus,
ist kaum aufzuhalten schon,
die Haut ist dünn und platzt nun auf.
Knall und Bumm und Blitz und Krach,
jetzt wird die Meinung vorgegeigt,
selbst die Nachbarn werden wach,
des Lauschers Ohr zur Wand sich neigt.
War das wirklich unser Wille? ---
gibt man später zu bedenken.
Ist auch nicht schön, die Funk(en)stille.
Wer gibt nach, um einzulenken?
Okt.06
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Birnenzeit
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Wußten Sie schon, daß Lärm gesund ist..?
Mein Arzt sagte neulich: viel Lärm, der macht krank.
Doch ich kann’s widerlegen. Gott sei Dank.
Ich war kürzlich verreist, es ging in den Süden.
Ich hoffte Ruhe zufinden, fand Lärm nur hinieden.
Doch richtiger Lärm, - Tag und Nacht,
hat meine Ohren wieder auf Zack gebracht.
Ich pfeife jetzt munter auf leise Töne.
Hör‘ nur noch ganz Lautes, das ist das Schöne.
Lärm ist gesund, auch für Muskeln und Knochen.
War es zu laut, da hab ich mich verkrochen.
War stets auf der Suche nach einem stilleren Ort,.
hatte immer Bewegung , denn Ruhe ist Mord.
Endlich zu Hause, ich war rundherum fit.
Beim nächsten Lärm-Urlaub mach‘ ich unbedingt mit.
Halte nichts mehr von Urlaub in Ruhe.
Ach, ist das gräßlich, das sanfte Getue.
1.10.05
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stolze Gladiolen - K.F. 2008
---
Würfelspiel
Sie werden verzweifelt gerüttelt,
gestaucht und wieder geschüttelt.,
dann plötzlich auf den Kopf gestellt
so daß manchmal einer runterfällt
vorwitzig aus ihres Bechers Bauch,
das gibt’s auch.
Doch sie beklagen sich nicht,
und fragen nicht,
warum muß das so sein,
so wie sie sind, hilflos und klein.
Sie können ja ein Geräusch nur lallen,
und dann einfach nur fallen....
Und der Mensch ist unzufrieden,
da sie es immer wieder vermieden,
die Einsen auf den Kopf zu stellen,
und letztlich auch die Fünfen noch fehlen,
dafür bekommt der Bechers eins hinten drauf,
das gibt’s auch.
Würfel des Lebens, das ist unser Schicksal.
Es entscheidet für uns, es gibt keine Wahl.
Es hat keinen Sinn,
nach dem Sinn wohl zu fragen,
in diesen wie auch anderen Tagen.
Und wenn Du geübt im Hinnehmen bist,
dann bist Du Gewinner, Du bist Optimist.
Sept. 06
---
Vor dem nächsten Gedicht möchte ich sorgsam darauf hinweisen, daß der Inhalt so nicht erlebt wurde, sondern eine ausgedachte Begebenheit ist, denn um mit Wilhelm Busch zu sagen:
"Nicht immer ist der Mensch nur heiter,
er kann auch krank sein und so weiter..."

Wartezimmer-Notizen
Ich saß eines Tages zur mittäglichen Stunde
mit 20 Personen in der Wartezimmerrunde.
Versteckt schauten manche mich neugierig an,
um zu ergründen meine Krankheit sodann..
Ich schaute ganz offen in die Gesichter zurück
und siehe da, sie senkten den Blick.
Da waren die Huster, die Schnupfer,
die Stöhner, die Tupfer,
und eine ältere Dame mit Leidensmine
schälte gerade eine Apfelsine.
Ich lächelte sie an, nur einen Augenblick,
doch es kam nichts zurück.
-
Die Zeit wurde lang, die Patienten schon müder,
man gähnte sich an, es klappten die Lider.
Verstohlen sahen manche auf die ärztliche Tür.
Wer kommt alles noch dran, besonders vor mir?
-
Zwei schauen sich an und die meisten schau’n weg,
woll‘n sich nicht unterhalten, hat gar keinen Zweck.
Und schweigend schau‘n alle auf die ärztliche Tür,
daß käme nun endlich der Doktor „hervür.“
-
Dafür kommt die Schwester, die jeder hier kennt:
„ Es kann jetzt mal dauern einen Moment...,
denn wir machen nun eine längere Pause,
und wer nicht mehr sitzen kann, geht lieber nach Hause.
Kommen Sie morgen wieder, bitte sehr,
aber gleich früh um 7.00 Uhr, da ist es noch leer. "
1/06
--- Karin Fluche
Unerwünschte Begleitung
Husten, Schnupfen, Heiserkeit
Begleiter sind zur Herbsteszeit.
Augen tränen, Ohrenschmerzen.
Bald ist Advent mit ersten Kerzen.
Kopf und Glieder tun schon weh,
und auf dem Brocken rieselt Schnee...
Oh, Du „geliebte“ Viruszeit....
ich wünsch’ Dich weg, unendlich weit.
18.11.06
---
Lupinen
---